Texte

Mehrfach wurde an mich der Wunsch herangetragen, die Texte meiner Lieder zum Nachlesen öffentlich zugänglich zu machen. Diesem Wunsch komme ich gerne nach.

Die Texte sind großteils in der Wienerischen Variante der deutschen Sprache gehalten, teilweise sogar in derbem Dialekt. Und der ist vor allem für die „Nicht-Wiener“ weiter oben im Norden gar nicht oder nur sehr schwer verständlich. Daher habe ich die Texte hier ein wenig eingedeutscht, oder bei manchen „urtypisch“ wienerischen Ausdrücken eine hochdeutsche Entsprechung in Klammer daneben gesetzt. Ach ja, alle Texte sind natürlich urheberrechtlich geschützt. Viel Spaß beim Nachlesen…

Praterstern (Text & Musik: Augustin Lehfuss)
© 2007 by Augustin
Am Praterstern, da sitz er umanander – Und träumt von einer andern Welt
Es ist scho klar, er warat gern a anderer – Ned so im Dreck und mit an bissl Geld
Jeder sieht am ersten Blick
Wie´s ausschaut um sein Leb´n
Für a Hülsen (Bierdose) und an Tschick (Zigarette)
Tät er alles geb´n
wo soll er hin, wo soll er si denn waschen – er stinkt wie grad aus´m kaneul (Kanal)
sauft cola Rum aus ana plastikflasch´n – hat kane Zend (Zähne) mehr in sein Meul
Mit fremde Leut da steht er in da Kälten – Und wart nur dass die Zeit vergeht
Er spürt genau, er hat nix mehr zum melden – Und waas genau, es ist zu spät
irgendwann is was passiert
jetzt is eam alles wurscht
was ehm grad no interessiert
er hat an so an durscht
Aber er hat nix mehr zum verkaufen – Drum ist er jetzt am Praterstern
Und er hat oft ned amal was zum Saufen – Er ist allein, und kana hat eam gern
Oft wacht er auf in irgendeiner Kinettn (Baugrube) – Dann is eam koid und zittern ihm die Händ
Dann schnorrt er irgendwo a Zigarettn – und hofft dass kana eam erkennt
weil er si ja so geniert
versoffen und verdreckt
hofft er dass er bald erfriert
dass er bald verreckt
aber der Himmel hat für ehm ka einsegn . und hat eam ned a bissl gern
und bis er endlich amoi wirklich einschlaft
da wart er halt am Praterstern