GUSTFUSS - auch als der einzig lebende echte „liebe
Augustin“ identifiziert - erblickte im vorigen Jahrhundert das
erste Wiener Licht und lebte fortan von der Luft sowie von anderen
gesunden Säften und fristete sein Dasein damit, als Musikhandwerker
und Arrangeur so mancher Größe des österreichischen
Musiklebens im Hintergrund die Noten und Partituren zu liefern. Damit
wäre er auch recht zufrieden gewesen, hätte es da nicht
diesen Drang gegeben, dieses Drängen und Sehnen, diese zwanghafte
Neigung, in unregelmäßigen Abständen anfallsartig
alle möglichen Schlag- und sonstigen Wörter durcheinander
zu würfeln und in Texte zu gießen, dann auch noch sinnige
Töne dazuzubasteln und auf diese Weise Songs zu erzeugen –
die dann sicherheitshalber in diversen Schubladen zwischengelagert
wurden.
Doch
die Evolution lässt sich nicht aufhalten. Und so geschah das
Unvermeidliche: es fanden sich Gleichgesinnte, mit den gleichen Symptomen,
mit ähnlichen Schubladen. Eines schönen Tages wurde im grellen
Tavernenlicht (genauer gesagt im Zwe-Beisl
in der Wiener Flossgasse) der Plan gefasst, die gesammelten Songs
– rockige und schmalzige, ver- und entliebte, g´scheite
und blöde, kritische und banale – mit einer heißen
Band und Wiener Schmäh auf die Bühne zu stellen und solcherart
unter´s Volk zu bringen.
Bald
schon entstand die erste Single – der berühmte „Donau-Insulaner“,
die ultimative Wiener Sommerhymne der nächsten 30 Jahre - deren
limitierte Auflage nur noch in wenigen Exemplaren vorrätig ist,
welche in nicht allzu ferner Zukunft schwindelerregende Preise auf
dem Schwarzmarkt erzielen werden…